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PM Regel - A Fool with a Tool is still a Fool

19. April 2013 By In Regeln
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PM Regel - A fool with a tool is still a fool PM Regel - A fool with a tool is still a fool ® iStock / skrip



AusgangssituationUm sich in Projekten gut zu organisieren, ist ein Projektmanagement- Tool notwendig. Hierbei ist es wichtig, dass sie die wesentlichen Prozesse in Ihrem Projekt klar und eindeutig definiert haben und diese auf einem Tool abbilden können.

Einen Überblick über geforderte Funktionen einer Projektmanagement-Software gibt die folgende Aufstellung:

Projektorganisation:

• Projektstrukturplan (Templates)
• Kalenderverwaltung
• Meetingorganisation
• Nachrichtenaustausch
• Aufgabenverteilung
• Automatisierte Reports
• Ressourcenverwaltung
• Multiprojektmanagementfähigkeit

Konfigurationsmanagement:

• Dokumentenverwaltung
• Versionierung von Arbeitsergebnissen
• Variantenmanagement von Arbeitsergebnissen
• Freie Modellierung von Workflows

Anforderungsmanagement:

• Templates zur Anforderungsformulierung
• Beispielkataloge für Anforderungen
• Nachverfolgbarkeit von Anforderungen
• Verwaltung von Beziehungen von Anforderungen zu anderen Arbeitsergebnissen

Finanzmanagement:

• Verwaltung von Kostenschätzungen
• Simulation von Alternativen
• Nutzen- und Risikoanalysen

Unterstützung von Standards:

• Tailoring des Standards bezogen auf die Projektbedürfnisse (vgl. Regel 26)
• Beispielstandards V-Modell XT, Prince 2

 

HandlungsempfehlungGrundsätzlich ist die Auswahl eines Tools mit einer Nutzwertanalyse durchzuführen. Die o.a. Anforderungen werden demzufolge gewichtet (z.B. 1=unwichtig und 3=sehr wichtig). Des Weiteren werden die einzelnen Tools in Bezug auf die Erfüllung der jeweiligen Anforderung bewertet, z.B. mit dem Schulnotensystem. Das Produkt aus Wichtung und Bewertung wird je Anforderung ermittelt. Danach wird die Gesamtsumme aller Produkte aus Wichtung und Bewertung festgestellt. Das Tool mit der höchsten Punktezahl kommt den gestellten Anforderungen am nächsten.

 

Hindernisse

Die Einführung einer Projektmanagementsoftware ist ein Projekt für sich. Definieren Sie zunächst Ihre Prozesse und Auswertungen, die Sie zur Steuerung Ihrer Projekte benötigen. Achten Sie darauf, Prozesse nicht zu stark zu formalisieren und entsprechende Freiheitsgrade in Ihren Tools zu realisieren. Organisationen ändern sich. Somit werden sich auch Ihre Anforderungen weiterentwickeln. Beachten Sie, dass die Software somit nicht nur ihren heutigen, sondern auch möglichen zukünftigen Anforderungen genügen wird. Kurzum, die Software sollte umfangreiche Adaptionsmöglichkeiten bieten.

Gelesen 2584 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 18 April 2013 12:47
Carsten Tauss

Carsten Tauss ist Geschäftsführer der ABSC GmbH, eines Beratungs- und Realisierungspartners im Bereich Projektmanagement. Seit 2001 ist er im Umfeld des Projektmanagements aktiv und hat sowohl praktische als auch theoretische Erfahrungen in diesem Umfeld. Projekte hat er in unterschiedlichen Rollen, als Projektmanager, als Projektleiter oder auch als Berater und Trainer durchlaufen. Er hat am V-Modell XT mitentwickelt und mehrere Konferenzbeiträge in diesem Umfeld verfasst. Weiterhin ist er 2012 ins Programmkomitee der internationalen Konferenz zum S-BPM ONE (Subject oriented Business Process Management) berufen worden.  

Webseite: www.absc.de eMail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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