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PM Regel - Es kommt anders als man plant

16. April 2014 By In Regeln
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Planung Planung

 

Planung ist die vornehmste und komplexeste Aufgabe des Projektleiters. Basierend auf seiner Erfahrung ist er in der Lage, das Projekt in kleine Einheiten zu zerlegen. In großen Projekten werden hierfür eigene Projektplanerstellen geschaffen. Man unterscheidet die folgenden unterschiedlichen Planarten: 

Projektstrukturplanung

Der Projektstrukturplan wird auf Basis des Lasten- bzw. Pflichtenheftes erstellt und gliedert das gesamte Projekt. Man unterscheidet einen Objektstrukturplan, dessen Gliederungseinheit einzelne Teilprodukte sind, und einen funktionsorientierten Strukturplan. Jener beschreibt die einzelnen Arbeitspakte in einem Projekt. In der Praxis treten aber auch Mischformen auf. Wichtig ist, dass die einzelnen Planungseinheiten eindeutig und überschneidungsfrei definiert sind. Abhängigkeiten werden am besten bidirektional erfasst und gepflegt. Auf Basis der Strukturierung werden die einzelnen Planungseinheiten mit Aufwandsschätzungen belegt, die jeweils nach unterschiedlichen Methoden ermittelt werden können.

Terminplanung

Auf Basis der Projektstrukturplanung kann eine Terminplanung erfolgen. Jedes Planungselement wird mit einem konkreten Liefertermin belegt.

Materialplanung

Materialpläne dienen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Material zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dies ist insbesondere in materialintensiven Endprodukten (Anlagenbau, Automobil, etc.) in Verbindung mit der Produktion notwendig. In größeren Industrieprojekten wird diese Planung durch die Projektlogistik durchgeführt.

Finanzplanung

Die Finanzplanung belegt jedes Planungselement aus dem Projektstrukturplan mit den jeweiligen Kosten. Somit ist das Projektbudget definiert. Werden zusätzlich zu den reinen Kosten auch die Fälligkeiten (Zahlungsziele) sowie die dagegen laufenden Einnahmen definiert, so spricht man von einer Liquiditätsplanung.

Ein wichtiges Gliederungselement der Planung sind Meilensteine. Sie dienen dazu, sinnvolle Termine in Projekten festzulegen, für die mehrere Arbeitsergebnisse vorliegen (z.B. Fertigstellung Analyse). Oftmals sind mit dem Erreichen von Meilensteinen auch Zahlungsziele verbunden. In diesem Fall spricht man von einem Zahlungsmeilenstein.

 

Aber: Je detaillierter Sie planen, umso mehr müssen Sie ändern. Passen Sie die Planungstiefe den Projektbedürfnissen an. Während in einem kleinen Projekt mit einer Laufzeit von 2 Monaten die Planung einzelner Arbeitspakete auf Tagesbasis durchaus Sinn macht, ist diese Genauigkeit in einem Projekt mit 5 Jahren Laufzeit zu hoch.

Gelesen 2490 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Mai 2014 21:39
Carsten Tauss

Carsten Tauss ist Geschäftsführer der ABSC GmbH, eines Beratungs- und Realisierungspartners im Bereich Projektmanagement. Seit 2001 ist er im Umfeld des Projektmanagements aktiv und hat sowohl praktische als auch theoretische Erfahrungen in diesem Umfeld. Projekte hat er in unterschiedlichen Rollen, als Projektmanager, als Projektleiter oder auch als Berater und Trainer durchlaufen. Er hat am V-Modell XT mitentwickelt und mehrere Konferenzbeiträge in diesem Umfeld verfasst. Weiterhin ist er 2012 ins Programmkomitee der internationalen Konferenz zum S-BPM ONE (Subject oriented Business Process Management) berufen worden.  

Webseite: www.absc.de eMail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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